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Modellstandort Wuppertal
Troxler-Haus Werkstätten gGmbH (WfbM)
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Werkhof Rose Ausländer
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Die Troxler-Haus sozialtherapeutische Werkstätten gemeinnützige GmbH sind eine anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen mit derzeit 400 Arbeitsplätzen. Grundlage der Arbeit sind die Anregungen Rudolf Steiners aus der von ihm begründeten anthroposophischen Geisteswissenschaft. Gesellschafter ist der gemeinnützige Verein Troxler-Haus Wuppertal e.V., der seit 1961 besteht. Er umfasst heute einen integrativen Kindergarten, eine Waldorfschule (Sonderschule G), eine Wohnsiedlung mit Altenpflegebereich, einen biologisch-dynamisch bewirtschafteten Bauernhof, sowie die Werkstatt als eigenständige gGmbH.
Der Name der Einrichtung entstand in Anlehnung an den schweizer Arzt, Philosophen und Pädagogen Ignaz Paul Vital Troxler (1780-1866), durch dessen Anregung erste entscheidende Schritte in der Arbeit mit geistig behinderten Menschen gemacht wurden.
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Troxler Haus
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Die WfbM umfasst das Haupthaus (Zum Alten Zollhaus 2) mit einer Zweigwerkstatt (Hatzfelderstr.191) und einer Filiale, dem Werkhof Rose Ausländer (Zum Lohbusch 70). Die Troxler-Haus Werkstätten liegen am Stadtrand von Wuppertal in den Stadtteilen Hatzfeld und Dönberg und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Im Umfeld des Haupthauses sind einige Industrieunternehmen angesiedelt, mit denen teilweise Kooperationen erfolgen. Der Standort Werkhof Rose Ausländer befindet sich im Gegensatz dazu mehr in einem ländlich gelegenen Bereich Wuppertals.
Die Aufnahme in die Troxler-Haus Werkstätten erfolgt frühestens nach Beendigung der Schulpflicht und endet in der Regel mit Eintritt des Rentenalters. Aufgenommen werden alle Menschen mit Behinderungen ohne Rücksicht auf Art und Schwere der Behinderung, die aufgrund der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können.
Von der Aufnahme ausgenommen ist der Personenkreis mit ausschließlich psychischer Behinderung.
Durch ein breites Angebot an Arbeitsplätzen innerhalb der WfbM ist es möglich der Art und Schwere der Behinderung, der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit, der Entwicklungsmöglichkeiten sowie der Eignung und Neigung der Mitarbeiter soweit wie möglich Rechnung zu tragen. Es soll eine wirksame und zugleich therapeutisch geeignete Eingliederung in das Arbeitsleben ermöglicht werden.
Zielsetzung des Troxler-Haus Wuppertal e.V. ist die Entwicklung der Persönlichkeit des behinderten Menschen, wobei die biografische Begleitung im Vordergrund steht. Hierbei leistet die WfbM die Entwicklungsbegleitung innerhalb des Arbeitsleben durch die Unterstützung in der tätigen Arbeit des behinderten Menschen und durch spezielle Therapieangebote.
Im Einzelnen bietet die Troxler-Haus gGmbH in folgenden Bereichen Arbeitsplätze an:
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Keramikarbeiten
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Schulheftproduktion, Montagearbeit, Metallverarbeitung, Lederwarenherstellung, Gärtnerei, Küche, Bäckerei, Wäscherei, Landwirtschaft, Möbelbau, Spielzeugherstellung, Musikinstrumentenbau, Töpferei. Hinzu kommen Arbeitsbereiche, in denen Menschen mit schweren Behinderungen speziell gefördert werden, so dass zwei Förderwerkstätten und eine Pflegegruppe bestehen. In den Förderwerkstätten befinden sich eine Weberei, eine Kerzenzieherei, eine Textilgruppe und eine Gruppe, die sich aktiv mit bildender Kunst auseinandersetzt und diese auch auf dem Kunstmarkt präsentiert und veräußert.
In dem neu entstandenen Seniorenbereich finden ältere Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Tätigkeit und werden auf den Ruhestand vorbereitet.
Die Werkstatt geht auf die Individualität der Mitarbeiter ein. Sie berücksichtigt bei ihrer arbeitsspezifischen Förderung seine Eignung und Neigung und seine besonderen Bedürfnisse. Es werden regelmäßig Förderpläne erstellt.
Im beruflichen Bildungsbereich werden junge Schulabgänger aufgenommen und nehmen an einer beruflichen Rehabilitationsmaßnahme teil, deren Kostenträger in der Regel das Arbeitsamt ist. Art, Dauer und Inhalt der beruflichen Bildungsmaßnahme richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen und Festlegungen der Bundesanstalt für Arbeit und der darauf aufbauenden entsprechenden Vereinbarung zwischen der Werkstatt und der Bundesanstalt für Arbeit. Die Bildungsmaßnahme besteht aus einem dualen System, d.h. den Teilnehmern werden theoretische und berufspraktische Inhalte vermittelt.
Im Bernhard-Lievegoed-Therapiehaus werden mit ärztlicher Absprache außerdem Therapien durchgeführt. Angewandt wird: Heileurythmie, Malen, Sprachgestaltung, Chirophonetik, Massage, Bäder, Krankengymnastik,Plastizieren und Musik.
Neben den vielfältigen Feiern zu den Jahresfesten wird die Kultur im Hause gepflegt. Zu diesen Anlässen tritt stets der Werkstattchor auf, dessen Mitglieder sich wöchentlich zur Probe treffen. Es finden Konzerte und andere Veranstaltungsreihen statt.
Die Werkstatt bietet ihren Mitarbeitern kulturelle Ausflüge- und die Teilnahme an unterschiedlichen Ferienfahrten an.
Tilman Jüde
Assistent am Modellstandort Wuppertal
Wuppertal, den 30.08.2001
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